Blog von Colt

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Colt spielt eine der Hauptrollen auf der Ethernet Europe 2012

By: Henry Bohannon - 16 Apr 2012

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April wird für Colt ein sehr spannnender Monat. Wir freuen uns, Sponsor eines wichtigen Events in der Veranstaltungsreihe von Ethernet Europe zu sein.  Unsere Schirmherrschaft als Gastveranstalter bei der Ethernet Europe in München am 17. und 18. April im Hilton Munich Park Hotel macht unser Engagement für Carrier-Exzellenz im Jahr 2012 deutlich.

Bei dieser Veranstaltung werde ich einen Vortrag  über die Evolution von Ethernet Services halten und darüber, was dies für den Wholesale-Markt bedeutet. Ethernet Services existieren nun schon seit geraumer Zeit und Colt verfügt über ein breitgefächertes Service-Angebot. Doch neue Innovationen steigern die Nachfrage im Wholesale-Segment.

Die Art der Nachfrage verändert die Funktionsweise des Ethernet-Marktes.  Angefangen von der Notwendigkeit von Service-Tools bis hin zu automatisierten Geschäftsverbindungen stellen Wholesale-Kunden und -Partner höhere Ansprüche an das Ethernet-Netzwerk und die gestrafften Service-Schnittstellen. 

Diese Nachfrage müssen wir allerdings vor dem Hintergrund der Maktreife betrachten.  Elemente wie Netzabdeckung, Leistung und Tools sind auf dem Wholesale-Markt relativ ausgereift, während service-orientierte Bereitstellung und Automatisierung jetzt erst richtig Fahrt aufnehmen.  Die grundlegende Frage ist, wie Betreiber die Möglichkeiten, die sich durch diese Veränderungen ergeben, am besten ausschöpfen können.

Bei der Veranstaltung selbst handelt es sich um eine Premiere für den Bereich, der seit jeher im Mittelpunkt des Geschäfts von Colt steht.  Durch unsere Expertise  im Hinblick auf die länderübergreifenden Anforderungen für Kapazität, Geschwindigkeit und Information über die wichtigsten europäischen Dreh und Angelpunkte hinweg konnten wir unsere Position als europaweit führende Information Delivery Platform festigen.

Wir freuen uns,  Sie bei dieser großartigen Veranstaltung zu treffen und mit Ihnen einige unserer Erfahrungen auszutauschen. Light Reading kündigt diese Veranstaltung, die nun bereits zum siebten Mal stattfindet und erstmals über neue Elemente verfügen wird, als die beste bisher an.

Die Verbindung mit dem vierteljährlichen Meeting von MEF, die erweiterte Abdeckung von Ethernet Cloud Services sowie die Unterstützung des neuen Ethernet Executive Council von Heavy Reading verleihen der Veranstaltung neue Dimensionen – sowohl für Besucher als auch Teilnehmer.

Verfolgen Sie selbst unseren Fortschritt und folgen Sie uns auf Twitter unter @Colt_Technology beziehungsweise lesen Sie unseren Blog.  Die neuesten Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf Twitter unter @LRlive und auf der LinkedIn-Seite für die Veranstaltung.

Der Umstieg auf die Cloud – Herausforderungen für den Mittelstand

By: Frédéric Panya Lestonnat - 29 Mar 2012

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Hier möchte ich Ihnen die potenziellen Vorteile von Cloud Computing für kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) erläutern. Die Möglichkeit über das Internet anstatt von einem einzigen Rechner oder privatem Netzwerk aus auf Anwendungen und Daten zuzugreifen, wurden umfangreich dokumentiert. IDC geht davon aus, dass KMUs, die in Cloud Computing-Lösungen investieren, im Laufe der nächsten 5 Jahre jährlich ein Wachstum von rund 20 % verzeichnen werden.

Cloud-basierte Dienste, von denen KMUs häufig profitieren, umfassen beispielsweise gehostete E-Mail und Storage Services, Online Zahlung und Accounting Software. Neben diesen neuen cloud-basierten Services stellen wir fest, dass sich bei vielen älteren und traditionelleren Services eine Tendenz „in Richtung Cloud“ bemerkbar macht., damit diese effizienter und kostengünstiger werden. Bei der Unternehmenskommunikation gilt das Fax beispielsweise als ein veraltetes Kommunikationsmittel. Allerdings müssen Unternehmen gesetzlichen Auflagen zufolge oftmals dazu in der Lage sein, Faxnachrichten zu senden und zu empfangen, obwohl Faxgeräte sowohl im Hinblick auf die Erstanschaffung als auch die laufende Wartung sehr kostenintensiv sind. Gehostete Fax-Lösungen stellen eine kostengünstige Alternative dazu dar. Sie ermöglichen Unternehmen, Faxnachrichten sicher über das Internet zu versenden und zu empfangen. Dies ist nur ein Beispiel für das enorme Potenzial von Cloud Computing bei der Revolutionierung von langjährigen Geschäftspraktiken von KMUs.
 
Angesichts der Tatsache, dass immer mehr Unternehmen Cloud-Services in Anspruch nehmen – angefangen von grundlegenden Services wie Faxdiensten bis hin zu erweiterten Services wie Customer Relationship Management (CRM) – ist die Netzwerkverbindung wichtiger denn je.
Bei cloud-basierten Lösungen spielt die Netzwerkverfügbarkeit eine entscheidende Rolle. Insbesondere im Hinblick auf die vermehrte Nutzung von Technologien mit hohem Datenaufkommen wie IP-Telefonie und Videos, die jeweils eine enorme Bandbreite für sich beanspruchen. Netzwerksicherheit und -zuverlässigkeit zählen zu den entscheidenden Faktoren, über die sich Unternehmen, die auf Cloud Services umsteigen wollen, die meisten Gedanken machen. Wie können Unternehmen also für Netzwerkzuverlässigkeit sorgen, die Kosten aber gleichzeitig so gering wie möglich halten?

  • Flexibilität: KMUs müssen über einen Internet Service verfügen, der ihre Anforderungen in Bezug auf Bandbreite erfüllt, gleichzeitig aber flexibel genug ist, um zu gewährleisten, dass auch nur für die benötigte Kapazität bezahlt wird. Darüber hinaus ist es notwendig, dass eine Skalierung nach oben möglich ist, wenn mehr Kapazität benötigt wird. So sind Unternehmen dazu in der Lage, zu wachsen und gleichzeitig die Kosten im Auge zu behalten.
  • Duale Internet-Verbindung: Durch eine duale Internetverbindung bestehend aus einem Internetzugang für Unternehmen und einer Breitbandverbindung für Privatkunden können Kosten so gering wie möglich gehalten werden. Gleichzeitig bietet eine solche Internetverbindung auch eine Backup-Anbindung für den Fall, dass eine der Verbindungen ausfällt, und sorgt so dafür, dass es nicht zu Ausfällen kommt. Eine duale Internetverbindung ermöglicht zudem priorisierte Datenübertragungen, beispielsweise für Sprach- und Videoanrufe, die bei Qualitätsschwankungen besonders anfällig sind. Dabei erfolgt die Übertragung über die Verbindung mit der höchsten Bandbreite, und die verbleibenden Kapazitäten können für weniger kritische Datenübertragungen freigehalten werden, damit eine Verlangsamung des Internets verhindert wird.
  • Service-Garantien: KMUs benötigen ein Netzwerk, auf das sie sich verlassen können. Daher sollten sie sich für einen Internet Service entscheiden, der über strikte Service Level-Garantien verfügt und so Netzwerkverfügbarkeit in höchstem Maße garantiert.

Mittlerweile ist das Internet aus dem Geschäftsalltag vieler KMUs nicht mehr wegzudenken. Für Unternehmen, die ihre Computing-Kosten senken und ihre Effizienz steigern wollen, stellen Internet-basierte Software und Services attraktive Möglichkeiten dar. Cloud-Systeme sind effizient, skalierbar und sicher. Sie ermöglichen KMUs eine Rechenleistung, die zuvor nur großen Unternehmen vorbehalten blieb. Zudem erfolgt die Abrechnung auf Nutzungsbasis, wodurch der Investitionsaufwand (CAPEX) minimiert, Kosten reduziert und Wachstum in neuen Bereichen ermöglicht wird; 

 

 

Verne Global – Eine Idee

By: Lisa Rhodes - 28 Mar 2012

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Vor vier Jahren hatten wir eine Idee mit dem Potential, eine ganze Industrie zu revolutionieren. Erfahrungsgemäß muss eine Innovation einen Vorteil von 10 Prozent oder mehr bieten, um sich auf dem Markt durchsetzen zu können. Wir waren von unserer Idee überzeugt, aber natürlich konnte sie nicht über Nacht umgesetzt werden.
 

Unsere Idee basiert auf zwei Trends, die derzeit den Markt für Rechenzentren prägen: der schnell wachsende Bedarf an flexiblen, skalierbaren Rechenzentrumslösungen mit höheren Kapazitäten sowie die wachsende Besorgnis über die steigenden Kosten und Umweltbeeinträchtigungen, die die klassische Energieversorgung für Rechenzentren mit sich bringt.

Unser Konzept beruhte auf der Verfügbarkeit zweier Quellen erneuerbarer Energien in Island: Erdwärme und Wasserkraft. Wir wollten ein Rechenzentrum mit hoher Kapazität errichten, das sowohl den westeuropäischen als auch den nordamerikanischen Markt bedienen kann. Aufgrund seiner geografischen Lage zwischen den beiden Kontinenten ist Island der ideale Standort für diese Verbindung des europäischen und des nordamerikanischen Marktes. Laut unseren Berechnungen würden Firmen, die ihre Server von einem vergleichbaren Standort in London oder New York nach Island verlagerten, durch die Nutzung erneuerbarer Energiequellen mehr als 50% Energiekosten einsparen. Und das war nur einer der Vorteile. 

Zunächst galt es jedoch einige Herausforderungen zu meistern. Die erste Hürde war der Zugang zu Islands Energieversorgung. Das isländische Stromnetz wurde in den letzten zehn Jahren ausgebaut, um die Aluminiumverhüttungsindustrie zu versorgen, und diese Industrie verbrauchte einen Großteil der verfügbaren Energie. Mit Unterstützung durch die Energieversorger und die isländische Regierung konnten wir dennoch langfristige, kostengünstige Energieversorgungsverträge abschließen. Dies ermöglichte es uns, unseren Kunden die Energiekosten für die nächsten zwanzig Jahre offenzulegen – ein bisher einzigartiger Vorteil in der Rechenzentrumsindustrie.

Die zweite Herausforderung war die Sicherstellung der Konnektivität. Um den Bedürfnissen an hoher Bandbreite und hoher Kapazität gerecht zu werden, musste Island redundante Multi-Terabit-Verbindungen sowohl zu Europa als auch zu Nordamerika besitzen. Wir arbeiteten mit der lokalen Industrie, Netzbetreibern und der Regierung zusammen, um die Bereitstellung zusätzlicher Konnektivität zu erleichtern und konnten unter anderem dazu beitragen, dass Island im Jahr 2010 über das Danice-Kabel mit dem dänischen Blaabjerg verbunden wurde.

Die letzte große Herausforderung war die isländische Steuergesetzgebung, die eine nicht rückzahlbare Umsatzsteuer von 25,5% auf jeden Server eines ausländischen Unternehmens vorsieht, der in einem isländischen Rechenzentrum steht. Dieser hohe Steuersatz hätte alle Vorteile der günstigen Energieversorgung zunichte gemacht. Das Team von Verne Global hat es geschafft, eine Modernisierung der Steuergesetzgebung bei der isländischen Regierung anzustoßen, so dass das isländische System dem der Europäischen Union gleichgestellt ist. Mit der Beseitigung dieses letzten Hindernisses stand der Umsetzung unserer Idee nichts mehr im Wege.

Das Interesse an Island als Standort für Rechenzentren war groß. Verne Global sieht den Standort seit mehreren Jahren als einzigartige Möglichkeit, den hohen Energiebedarf von Rechenzentren mit einer nachhaltigen und kostengünstigen Versorgung zu stillen und den Kohlendioxidausstoß zu reduzieren. Wir wussten, dass wir zügig auf den Markt kommen mussten, um der starken Nachfrage aus den USA und Europa zu begegnen. Aus diesem Grund wandten wir uns an Colt, mit deren modularen Rechenzentrumslösungen wir unsere Idee in nur vier Monaten realisieren konnten. Gemeinsam passten die Teams von Colt und Verne Global die Rechenzentrumslösung an unsere Anforderungen an. Zusätzlich konnten wir von einem weiteren Alleinstellungsmerkmal des isländischen Standortes profitieren: die kostenlose Kühlung an 365 Tagen im Jahr. Das bedeutet für unsere Kunden eine zusätzliche Kostenersparnis und macht unser Rechenzentrum zu einem der energieeffizientesten der Welt.

Ein weiteres, unschlagbares Argument für unser Rechenzentrum gibt es noch – seine Umweltfreundlichkeit. Heutzutage verfügen viele Unternehmen über Umweltrichtlinien und die Gesetzgebung beschränkt den Kohlendioxidausstoß. Unternehmen sind es gewohnt, mehr für „grüne“ Alternativen zu bezahlen, sei es für das Produkt oder die Dienstleistung selbst oder über ein komplexes System von Ausgleichszahlungen für Klimaschutzprojekte. Bei unserem mit erneuerbaren Energien betriebenen Rechenzentrum in Island ist Umweltfreundlichkeit im Preis inbegriffen. „Grün“ muss nicht immer mehr kosten.
 

Potentiale erkennen und doppelt profitieren

By: Falk Weinrich - 19 Mar 2012

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Die Cloud ist allgegenwärtig, für viele Akteure im IT-Markt aber anscheinend immer noch so fern. Zahlreiche IT-Fachhändler beispielsweise stehen unserer Erfahrung nach dem Ganzen noch recht skeptisch gegenüber. Die Fragen sind oftmals gleich: Wie werden die zunehmenden Cloud Services mein eigenes Angebot beeinflussen? Was brauche ich, um mit eigenen Angebotspaketen selbst von der Cloud profitieren zu können? Und verliere ich an Stellenwert bei meinem Kunden oder kann die Beziehung zu ihm durch die Erweiterung der Angebote und Services gar noch intensiver werden?

Auf der anderen Seite erhalten wir äußerst positive Reaktionen von Akteuren, die sich in diesem Umfeld bereits erfolgreich bewegen. Viele dieser Value Added Reseller haben mittlerweile erkannt, dass das Thema Cloud ihre Bindung zum Kunden intensiviert und sie mehr denn je als kompetenter Berater gefragt sind. Und das kommt nicht von ungefähr.

Eine Vielzahl an Unternehmen hat mittlerweile erkannt, dass es immer weniger Services gibt, die sie nicht über die Cloud beziehen können. Daher steigt zunehmend der Wunsch, die neuen Möglichkeiten zur Migration ihres IT-Umfelds zu erkunden, vormals umfangreiche Kapitalinvestitionen in vorhersehbare monatliche Kosten zu wandeln und darüber hinaus an Flexibilität auf Basis einer skalierbaren Lösung zu gewinnen. Hier ist nun der Fachhandelspartner gefragt. Dieser kennt seinen Kunden genau, kann die jeweils bestehenden IT-Prozesse und eventuellen Bedürfnisse genauestens bewerten und entsprechend beraten. Da das Thema Cloud – so omnipräsent es in der Öffentlichkeit auch sein mag – immer noch sehr viele Fragen für Unternehmen aufwirft, ist der Fachhandelspartner mehr denn je als vertrauter Ansprechpartner gefragt. Was er dann im zweiten Schritt benötigt, ist ein passendes Portfolio an Cloud Services-Angeboten, vom Hosting der Webseite des Kunden bis zum Bezug einer Vielzahl an Business-Anwendungen aus der Cloud. Doch wie entwickeln? Und vor allem: Auf welche Ressourcen kann zugegriffen werden?

Mit der erstmaligen Aufnahme eines Value Added Distributors für Cloud Services haben wir 2011 nicht nur unsere Channel-Strategie für Europa ausgeweitet und die Reichweite der VMware vCloud Data Centre Services in den europäischen Märkten weiter erhöht. Gemeinsam mit Magirus haben wir dem Fachhandel auch eine Steilvorlage gegeben, die für die Entwicklung eines eigenen Cloud-Portfolios nur noch verwertet werden muss. Colt stellt im Rahmen dieser Partnerschaft ein umfassendes Angebot an Cloud Services sowie ein eigenes leistungsstarkes Datennetzwerk und eigene Rechenzentren zur Verfügung, Magirus bringt ein gut ausgebautes Channel-Netzwerk und sehr enge Beziehungen zu unseren wichtigen Technologiepartnern VMware, EMC und Cisco in die Kooperation ein. Gemeinsam bieten wir alles, was ein VAR für die Erstellung eigener Cloud Services-Angebote basierend auf der Colt-Infrastruktur benötigt.

Die Entscheidung liegt nun beim Fachhändler, genauso wie die Frage, wie er unsere Cloud Services vermarkten möchte – unter eigenem Namen oder „powered by Colt“. Profitieren kann er nur doppelt: Als kompetenter Berater sowie als verlässlicher Cloud Services Provider für seinen Kunden.

Kann die Buy-Side von geringeren Latenzzeiten profitieren?

By: Uwe Dünnebier - 09 Mar 2012

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In der Welt der Kapitalmärkte ist der Begriff „geringe Latenzzeit“ nicht neu. Wenn wir darüber nachdenken, wer genau von dem Nutzen des technologisches Fortschritts für den Marktzugang profitiert, kommen einem in der Regel Investmentbanken auf der Verkäuferseite, Broker oder Unternehmen, die Vermögenswerte, Wertpapiere oder  Derivate verkaufen in den Sinn. Üblicherweise assoziieren wir Beratungsgesellschaften, die sich direkt auf den Kauf konzentrieren – wie Kapitalbeteiligungsgesellschaften oder Anlageverwalter – nicht mit dem Hochfrequenzhandel. Traditionell geht die Käuferseite mit einer vorsichtigeren Herangehensweise vor und konzentriert sich darauf, wie viel Rendite bei dem Risiko erzielt werden kann, das mit dem ursprünglichen Geschäft verbunden ist – wie das bei Gewerbetreibenden üblich ist. Sollte es hier zu einem Wandel kommen? Erleben wir bald, dass Anlagemanagementfirmen ihre Aufmerksamkeit auf eine höhere Automatisierung richten, bei der extrem geringe Latenzzeiten erforderlich werden?

Bislang haben die meisten Akteure der Käuferseite keinen direkten Nutzen aus ihren Anwendungen ziehen können, die in einem Rechenzentrum in der Nähe der Börse gehostet werden. Sie brauchten lediglich ein standardmäßig Rechenzentrum, um ihre Aktivitäten durchzuführen. Bei den Unternehmen auf der Verkäuferseite sieht das ganz anders aus. Dazu zählen beispielsweise die Eigenhandelsfirmen, die stark davon abhängen, dass das Rechenzentrum so nahe wie möglich an der Börse liegt, damit es ihnen die extrem geringen Latenzen ermöglicht, um ihre algorithmischen Handelsstrategien schnell umzusetzen und sich den wichtigen Geschwindigkeitsvorsprung in Bezug auf die Marktliquidität vor ihrer Konkurrenz zu sichern. Die Eigenhandelsfirmen auf der Verkäuferseite nutzen die neuesten Technologien zur Erzielung der geringstmöglichen Latenz. Ihre Market Maker und Händler verwenden hochentwickelte Algorithmen für den Kauf und Verkauf. Dadurch sollen kleinste und flüchtige Kursunterschiede ausgenutzt werden, die sich an und zwischen Märkten ergeben.

Im Gegensatz dazu leiten die Institute auf der Käuferseite den Auftragseingang ihrer Fondsmanager in der Regel über eine zentrale Handelsplattform, die über Bildschirme, per Telefon oder auch E-Mail angeschlossene Broker kontaktiert und auf diese Weise Zutritt zu den Märkten hat.

Hier scheint sich allerdings eine Änderung anzukündigen. Wenngleich der Großteil der Akteure auf der Käuferseite für die Umsetzung ihrer Handelsstrategien derzeit nicht nach geringeren Latenzen Ausschau hält, beginnen bestimmte Fondsmanager damit, die unterschiedlichen Möglichkeiten auszuloten, wie sie Aufträge in kleinere Teile aufspalten können, was ihnen dabei hilft, in Positionen ein- oder aus Positionen auszusteigen, ohne dass der übrige Markt darauf aufmerksam wird und der Kurs dementsprechend beeinflusst wird. Diese Strategie kann dazu beitragen, in einem hochgradig fragmentierten und volatilen Markt eine bessere Preisbildung und höhere Margen zu erreichen. Die Ausführung von Aufträgen im Namen eines Kunden muss gewährleisten, dass genau diese Aktivität Marktpreisverbesserungen widerspiegelt und die Wahrscheinlichkeit der Durchführung eines profitableren Geschäfts steigt, wenn eine geringere Latenz eingesetzt wird.

Für die Käuferseite ist dies für Handelsaktivitäten wichtig, die Anlageklassen wie Rentenwerte und Devisen abdecken. Die anhaltende Unsicherheit im Zusammenhang mit der Eurozone zeigt, warum es für alle Devisenmarktteilnehmer zunehmend wichtiger wird, nach sicheren Verbindungen mit geringerer Latenz Ausschau zu halten, damit die bestmöglichen Kurse erzielt werden können. Neben der Erzielung der besten Kurse kann ein Fondsmanager seine Handelsstrategien direkt kontrollieren und mehr Flexibilität bei der Wahl der Handelsausführung erlangen, u. a. durch einen direkten Marktzugang. Dies wird in einem kürzlich publizierten Artikel des Forschungsinstituts Celent untermauert, in dem einige Vorteile des zunehmend elektronischen Handels von Renten- und Deviseninstrumenten für die Käuferseite hervorgehoben werden.

Wenngleich sich nicht alle Anlagemanagementgruppen dem Trend zur geringsten Latenz anschließen werden, wird die Geschwindigkeit für diejenigen, die sich für diese direkte Auftragsabwicklung entscheiden, zunehmend wichtiger werden, da die Handelswelt immer stärker auf Automatisierung setzt.

Diejenigen Akteure auf der Käuferseite, die letztendlich extrem geringe Latenz nutzen, werden den Wert erkennen, den die Zerlegung ihrer Aufträge in handlichere Teile mit sich bringt. Dies werden jene Unternehmen auf der Käuferseite sein, die davon überzeugt sind, die Art und Weise in der traditionelle Händler Geschäfte tätigen, umgehen zu können, um neue Markttrends zu erkennen, die ihnen die Ermittlung der besten verfügbaren Kurse, die Steigerung ihrer Margen und das Erzielen längerfristiger Renditen ermöglichen.

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