Bandbreiten-Booster für mehr Vielfalt auf der Leinwand

Colt On Demand – globale Filmanlieferung leicht gemacht

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Roter Teppich, Blitzlichtgewitter, Hollywoodgrößen, die ihren Goldenen Ehrenbären entgegennehmen: Jedes Jahr lädt das größte Publikumsfilmfestival der Welt, die Internationalen Filmfestspiele Berlin (Berlinale), Cineasten dazu ein, im glamourösen Ambiente die neuesten filmischen Glanzleistungen im Breitbildformat zu bestaunen.

Filmische und digitale Höchstleistung

Was viele Gäste nicht wissen: Nicht nur die Protagonisten auf der Leinwand spielen zur Höchstleistung auf. Auch hinter den Kulissen läuft die digitale Infrastruktur auf Hochtouren, um den Kulturgenuss möglich zu machen. Denn seitdem das Kino in die digitale Ära eingetreten ist, kommt einer zuverlässigen Netzwerkinfrastruktur eine bedeutende Rolle für die Anlieferung, Verteilung und Vorführung der Filme in den Kinos zu. In Zahlen: Im Lauf des Festivals werden bei etwa 2.2 00 Vorführungen rund ein Petabyte an Filmdaten in die 20 Spielstätten mit rund 47 Sälen übertragen.

Die Anforderungen des digitalen Kinos hat das Technikteam der Berlinale früh erkannt. Seit 15 Jahren begleitet Colt das Festival als Digital Cinema Partner und stellt State-of-the-Art-Netzwerktechnologien auf Basis von Glasfaser bereit. Alle Hauptspielstätten sind an das unternehmenseigene Colt IQ Network in Berlin angeschlossen. Als Early Adopter in der Festivallandschaft hat die Berlinale dank der treuen Unterstützung ihrer Partner mittlerweile alle zentralen Prozesse rund um die Filmvorführungen digitalisiert. Eine der wichtigsten Innovationen ist dabei die Nutzung des Colt On Demand Services. Damit kann das Technikteam nicht nur die Bandbreite von Verbindungen in Echtzeit skalieren. Zur 73. Auflage nutzt sie den Service außerdem in Kombination mit der neuen Funktion „Bandwidth-Boost“ zur Anlieferung der Filmbeiträge aus Asien über einen Hub in Singapur.

On Demand – Flexible und skalierbare Bandbreiten

On Demand basiert auf Software Defined Networking (SDN) und ermöglicht die volle Kontrolle über das Netzwerk. Die Bandbreite einzelner Verbindungen kann über ein Portal per einfachem Mausklick minutenschnell von Nutzern erhöht oder verringert werden. Das Technikteam der Berlinale hat die flexible Steuerung gemeinsam mit Colt weitergedacht: Bereits seit 2018 wird sie über eine Schnittstelle (API) zu ihren eigenen Systemen automatisiert. Während des Festivals können so die benötigten Bandbreiten zu den unterschiedlichen Kinos dem jeweiligen Bedarf angepasst werden. Auch über längere Zeiträume kann die Bandbreitenkapazität entsprechend der Phasen der Netzwerknutzung effizient reguliert werden. So werden zu Zeiten der Filmanlieferung den Verbindungen höhere Kapazitäten zugewiesen, die dann nach dem Festival und bis zur Vorauswahl für das kommende Jahr wieder heruntergefahren werden.

On-Demand-Verbindungen auf dedizierten Leitungen haben neben der Flexibilität den Vorteil, dass die Übertragungsqualität und der Datendurchsatz im Gegensatz zum öffentlichen Internet vorhersagbar sind. Hinzu kommt die hohe Datensicherheit. Für Filmproduzenten macht das die Filmanlieferung planbar und effizient, sodass mehr Zeit für den Feinschliff bleibt.

Meisterwerke dort abholen, wo sie entstehen

Durch die globale Netzwerkpräsenz ist der On Demand Service von Colt weltweit verfügbar. Diesen Vorteil macht sich die Berlinale mit der 73. Auflage des Festivals für die Anlieferung von Filmbeiträgen aus Asien zu Nutze. Filmproduzenten aus der APAC-Region können über einen Server in Singapur ihre Werke schneller nach Berlin übertragen. Dies unterstützt außerdem die Strategie der Berlinale, den Upload von Beiträgen aus aller Welt möglichst einfach zu gestalten, insbesondere dort, wo stabile Bandbreitenkapazitäten eine Herausforderung sind. Der Service erweitert den bisherigen High Bandwidth Service von Colt, eine direkte 10-Gigabit-Leitung zwischen den Berlinale Servern und dem zentralen Internetknoten DE-CIX in Frankfurt, die von Studios aus aller Welt für den Upload verwendet wird.

„Uns ist es wichtig, den Filmproduzenten die Anlieferung möglichst einfach zu machen und gleiche Bedingungen zu schaffen. Die Produzenten haben mehr Zeit für den Film und wir mehr Flexibilität, um auf mögliche Probleme mit den Filmdaten zu reagieren. Colt ist als globaler Anbieter digitaler Infrastruktur der ideale Partner, da wir den Service weltweit einheitlich ermöglichen möchten“, erklärt Ove Sander, Technischer Leiter Digitales Kino bei der Berlinale.

Mit dem Bandbreiten-Booster um die Welt

Filmschaffende aus der APAC-Region laden dazu ihre Werke über das Internet auf einen Berlinale Server in einem Rechenzentrum in Singapur hoch. Von dort stellt Colt über das Ethernet eine Ende-zu-Ende-On-Demand-Verbindung zwischen dem Rechenzentrum und dem Colt Knoten in Berlin her, wo sich die Filmserver der Berlinale befinden. Das Berlinale Technikteam beauftragt dazu einen sogenannten DC Cross Connect im Rechenzentrum in Singapur über das On-Demand-Portal von Colt, der den Server mit dem Colt Endgerät verbindet. Zur Übertragung der Daten nutzt die Berlinale die Funktion „Bandwidth-Boost“. Darüber kann die Bandbreitenkapazität zwischen 10 Mbit/s bis zu 1 Gbit/s flexibel dem Bedarf nach skaliert werden. Grundsätzlich sind mit der „Boost“-Option Datenraten von bis zu 10 Gbit/s möglich. Unternehmen, die wie die Berlinale den Booster nutzen, können damit noch flexibler auf Bandbreitenanforderungen reagieren, die über ihrer vertraglich vereinbarten Kapazität liegen – und das, ohne den Tarif dauerhaft zu erhöhen. Der Boost kann ebenfalls in Echtzeit über das On-Demand-Portal realisiert werden. Sogar für nur eine Stunde, wenn nötig.

Berlinale als Innovationshub – (Quanten)-Schlüssel zum Erfolg

Neben der technologischen Weiterentwicklung des digitalen Kinos treibt Colt auf der Berlinale auch die Innovationen im eigenen Glasfasernetz des Unternehmens mit voran.

2022 testete Colt gemeinsam mit dem Fraunhofer-Institut für Nachrichtentechnik, Heinrich-Hertz-Institut, HHI und ADVA erstmals eine quantenverschlüsselte Verbindung im Festival-Netzwerk, bei der die Kombination zweier unterschiedlicher Verschlüsselungstechnologien – QKD mit AES – zum Einsatz kam. Die Verbindungen sind selbst von Quantencomputern nicht zu knacken.

Der Use-Case umfasste dabei eine auf Quantum Key Distribution (QKD) basierende Verbindung zwischen dem Colt Netzwerkknoten und dem Berlinale Palast. Diese Verschlüsselungstechnologie ist bisher nur auf Kurzstrecken und festen Standorten realisierbar, bietet aber den derzeit höchstmöglichen Sicherheitsstandard. Dabei generiert das QKD-System über eine separate Glasfaser einen abhörsicheren Schlüssel, der über eine standardisierte Schnittstelle an das DWDM-System (Dense Wavelength Division Multiplexing) übergeben wird. Vorteil ist, dass etablierte optische Übertragungssysteme mit AES-Verschlüsselung (Advanced Encryption Standard) verwendet werden können.

Damit Kultur sichtbar und erlebbar wird, braucht es zunehmend auch die richtige digitale Infrastruktur. Darin liegt der Schlüssel für die Filmbranche, in der sich die filmischen Möglichkeiten mit 3D und Special Effects immer weiterentwickeln damit auch das digitale Handling immer anspruchsvoller wird.

berlinale2023
KUNDE

Internationale Filmfestspiele Berlin (Berlinale)

GESCHÄFT

Jährliches internationales Filmfestival

HERAUSFORDERUNGEN

Sichere und schnelle Filmanlieferung aus Asien

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