Drei Schritte bei der Migration von TDM zu VoIP


In einer aktuellen Analyse empfiehlt Gartner die Zusammenführung von WAN und Festnetz-Telefoniesystemen in Verbindung mit der langfristigen Umstellung auf SIP-Anschlüsse. Viele unserer Kunden sind von der Notwendigkeit und den Vorteilen der Umstellung von TDM auf VoIP überzeugt, ringen jedoch noch mit einem geeigneten Konzept für die Migration. Dieser Artikel skizziert die zentralen Fragen und zeigt geeignete Lösungen auf.

Im Zusammenhang mit der Migration zu SIP (VoIP) stellen sich im Wesentlichen drei Fragen:

• Wie wirkt sich Telefonie-QoS auf das Netzwerk aus? Reichen die vorhandenen Kapazitäten aus?
• Werden alle wichtigen Telefoniefunktionen unterstützt?
• Was ist der beste und schnellste Weg für die Migration?

Zur Ausräumung dieser Bedenken arbeiten wir eng mit dem Kunden zusammen, um die IP-Verbindungen anhand der geplanten Anzahl Benutzer zu dimensionieren. Voice-Pakete erfordern eine geringe, aber sichere Bandbreite, geringe Verzögerungen, wenig Jitter und geringe Paketverluste. Sprach-Pakete können 50 bis 60 Prozent der gesamten Bandbreite belegen; eine Kapazitätserhöhung ist nicht immer erforderlich.

Es gibt eine Reihe unterschiedlicher Umsetzungsalternativen. Der schnellste und sicherste Weg zu einer reibungslosen Migration ist ein durchdachtes Konzept für eine optimale Auslegung und Konfiguration sowie gründliche Tests noch vor der Migration des ersten Standorts. Da alle klassischen Telefoniefunktionen in der SIP-Trunking-Lösung integriert sind, muss dieser Prozess weder kompliziert noch umständlich sein.

Bei der „Big-Bang“-Variante werden SIP-Trunks und alle Standorte in einem Schritt migriert. Das ermöglicht zwar eine schnellere Umsetzung und konzentriert die mit der Migration einhergehenden Belastungen auf einen kurzen Zeitraum; wir empfehlen jedoch folgende mehrstufige Vorgehensweise:

1. Einrichten der SIP-Trunking/VoIP-Lösung (Konzeption und Konfiguration)
Festlegung der maximalen Anzahl gleichzeitiger Anrufe, der benötigten Bandbreite, Ausfalloptionen und Telefoniefunktionen.
Konfiguration der neuen SIP-Trunks: Die IP-Konfiguration des Colt-Service und des Kunden-SBC (Session Border Controller) müssen kompatibel und das Routing korrekt eingerichtet sein.
2. Lückenlose Tests
Prüfen Sie gemeinsam mit Ihrem Provider vor dem Umstellungstermin alle relevanten Aspekte und simulieren Sie den Migrationsprozess.
Legen Sie einen zuverlässigen Rollback-Plan fest. Colt bietet beispielsweise die Möglichkeit, Rufnummern für einen bestimmten Zeitraum sowohl im TDM- als auch im VoIP-Netz vorzuhalten und damit ein Rollback zu ermöglichen.
3. Stufenweise Umstellung der einzelnen Standorte auf die neue SIP-basierte Lösung
Achten Sie darauf, dass Ihr Provider Ihnen einen eigenen Projektleiter zur Verfügung stellt.
Legen Sie den Umstellungstermin fest und kontrollieren Sie durch einen direkten Inbound-Test, dass die geografischen Rufnummern funktionieren.
Wiederholen Sie den Vorgang für jeden Standort. Berücksichtigen Sie dabei, dass die Rufnummernportierung ein komplexer Prozess mit drei Beteiligten (Kunde, bisheriger Provider, neuer Provider) und festgelegten Wartungsfenstern ist.
Beachten Sie, dass die Portierung und Regulierung von Land zu Land stark variieren. Um den Prozess möglichst reibungslos zu gestalten, verfügt Colt zusätzlich zu den Portierungsvereinbarungen mit den jeweiligen Netzbetreibern in jedem Land über einen Regulierungsspezialisten, der für die Rufnummernportierung zuständig ist.

Nach Abschluss der Migration können Sie die nächsten Schritte planen – zum Beispiel den Aufbau neuer Standorte in Mitteleuropa oder die Expansion Ihres Unternehmens im Fernen Osten. Gerne erläutern wir Ihnen, wie wir unsere globalen SIP-Kapazitäten ausbauen und informieren Sie über abgeschlossene Migrationsprojekte. Ein spezielles E-Book soll Sie bei der Migration zu VoIP unterstützen. Sie können es hier herunterladen.

Weitere Informationen über unsere SIP-Leistungen finden Sie hier.

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