Im Affenzahn durchs Netz

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Wer regelmäßig auf YouTube vorbeischaut weiß: Tiere gehen immer. Videos mit Katzen, Hunden und Pferden erzielen auf der Plattform Millionen Aufrufe. Dabei gehen Tiere gar nicht immer. In einigen Videos schleichen sie durch den Garten, in anderen springen sie durchs Wohnzimmer. Das spiegelt sich auch in unserer Sprache wider: Wir lästern über das Schneckentempo, schimpfen über lahme Enten oder sind begeistert vom Affenzahn. Geschwindigkeit spielt nicht nur eine Rolle, wenn man privat YouTube-Videos anschauen möchte, sondern auch und vor allem im Unternehmensalltag. Ein schneller Internetzugang ist ein wichtiger Erfolgsfaktor, denn immer mehr Dienste benötigen hohe Bandbreiten, zum Beispiel Videokonferenzen, Voice-over-IP-Anlagen oder Anwendungen, die in der Cloud laufen.


In acht Artikeln erklären wir, warum der Internet-Zugang für Unternehmen kein Allerweltsprodukt ist und wie Sie sicherstellen, dass Ihr Anbieter Ihre derzeitigen und künftigen Anforderungen optimal erfüllt. Am Ende des Artikels finden Sie Links auf alle Beiträge zum Thema. In diesem Text dreht sich alles um die Frage: Wie viel Bandbreite ist für ein Unternehmen erforderlich?


Wie viel Bandbreite ein Unternehmen benötigt, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Es gibt im Wesentlichen zwei Arten von Services: symmetrische und asymmetrische. Ein asymmetrischer Service (ADSL) ist tendenziell kostengünstiger, die Datenübertragung ins Netzwerk ist jedoch langsamer, maximal 20 Mbit/s. Sobald Sie Anwendungen nutzen wie Videokonferenzen, Online-Backups, Voice-over-IP oder Cloud-Services wie Microsoft 365 wird die geringere Upload-Geschwindigkeit einer asymmetrischen Verbindung rasch zum Problem. Das gilt auch bei Verwendung eines beliebigen Servers wie etwa Web, Mail und FTP. Alle Benutzer, die auf Ihren Server zugreifen, tun dies mit der relativ geringen Upload-Geschwindigkeit, was eine schlechtere Leistung bedeutet.

Wenn Sie Anwendungen wie Web, Mail oder FTP verwenden oder deren Einsatz in Zukunft planen, ist ein symmetrischer Service ratsam. Welche Bandbreite Sie bei diesem benötigen, hängt von der Art und der Menge der übertragenen Daten ab. Bei einer einfachen E-Mail- und Browsernutzung rechnen Experten mit etwa ein bis zwei Mbit/s pro Nutzer. Wer Video-Streaming oder Voice-over-IP nutzen will, sollte zwei bis vier Mbit/s pro Nutzer einkalkulieren. Große Downloads, interaktive Web-Konferenzen oder Desktop-Replizierung benötigen vier bis acht Mbit/s pro Nutzer. Ein Beispiel zur Verdeutlichung: Für ein Unternehmen mit zwanzig Mitarbeitern, von denen die Hälfte E-Mails nutzt und im Internet surft, während die andere Hälfte regelmäßig Web-Konferenzen und Desktop-Replizierung benötigt, sollte eine Upload- und Download-Geschwindigkeit von 80 Mbit/s reichen.

Wenn Sie eine gute Leistung brauchen, aber nicht unnötig viel Geld für nicht benötigte Bandbreite ausgeben möchten, macht es langfristig Sinn, die tatsächliche Nutzung des Internetzugangs zu überwachen. Viele Anbieter stellen solche Auswertungsfunktionen kostenlos zur Verfügung. Dadurch können Sie die maximale Bandbreite auf Ihre konkreten Anforderungen abstimmen. So surfen sie nicht nur im Affenzahn durchs Internet, sondern haben als schlauer Fuchs auch die Kosten im Blick.


Mehr über das Thema Internetzugänge für Unternehmen erfahren Sie in unserem kostenlosen Einkaufsleitfaden „Der richtige Internet-Zugang für Ihr Unternehmen“, den Sie sich als PDF herunterladen können, sowie in folgenden Artikeln:

  • Spielt die Art des Internet-Zugangs eine Rolle?
  • Wie wichtig sind die Backbone- und Peering-Möglichkeiten des Anbieters?
  • Wie wichtig ist die Performance des Internet-Zugangs?
  • Welche Rolle spielt die Zuverlässigkeit des Internet-Zugangs?
  • Worauf sollte man bei Service-Level-Agreements (SLA) achten?
  • Wie kann man die Sicherheit des Internet-Zugangs erhöhen?
  • Wie macht man den Internet-Zugang zukunftssicherer?
Cropped shot of a businessman and businesswoman using a laptop while going through paperwork together in a modern office

Colt Technology Services

05 October 2016

 

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