Laut Colt kann die europäische Rechenzentrumsbranche jährlich 300 Millionen Euro einsparen


Frankfurt am Main, 12. Juni 2013

Colt senkte im Rahmen eines 2010 ins Leben gerufenen Energieeffizienzprogramms den Energieverbrauch seiner europäischen Rechenzentren* um 18 Prozent. Insgesamt konnten in den vergangenen drei Jahren beim Stromverbrauch Einsparungen in Höhe von 43 Gigawattstunden (GWh)* erreicht werden, was einer Reduktion von 15.000 Tonnen an CO2-Emissionen und 4 Millionen Euro an Stromkosten pro Jahr1 entspricht.

Der Bedarf nach mehr Energieeffizienz in der europäischen Rechenzentrumsbranche ist groß, da der Energieverbrauch aktuell einen Anteil von insgesamt 30-50 Prozent der Betriebskosten ausmacht. Allein die Steigerung des Stromverbrauchs wird von derzeit 60 TWh auf 104.000 GWh (104 TWh) bis 2020 prognostiziert2. Aufgrund der Effizienzsteigerungen der letzten drei Jahre geht Colt davon aus, dass für die europäische Rechenzentrumsindustrie eine erste Reduzierung des jährlichen Energieverbrauchs um 5 Prozent (3 TWh) ohne signifikante Investitionen ein realistisches Mindestziel darstellt (bei einer geschätzten durchschnittlichen Laufzeit von neun Jahren). 3 TWh entsprechen dem jährlichen Stromverbrauch von etwa 870.000 deutschen Haushalten3 – immerhin eine Zahl, die leicht über der einer Stadt wie München4 liegt. Durch eine branchenweite Reduzierung in diesem Umfang ließen sich die jährlichen Betriebskosten um mehr als 300 Millionen Euro5 und die CO2-Emissionen der gesamten Branche um mehr als 1,2 Millionen Tonnen6 senken.

Als Befürworter des europäischen Code of Conduct on Energy Efficiency hat Colt das Energieeffizienzprogramm für seine Rechenzentren europaweit auf eine Fläche von 30.000 m2 ausgedehnt, inklusive den drei deutschen Standorten Hamburg, Berlin und Frankfurt am Main. Neben einer Reihe von Rechenzentrumsprojekten mit einem kurzfristig relativ hohen Einsparpotential wurden die Reduktionen vor allem durch mittelfristig angelegte Infrastrukturprojekte erreicht. Diese basierten auf einer gezielten Kosten-Nutzen-Rechnung, bei der ein überzeugender Beitrag zum Umweltschutz und Einsparungen bei den Betriebskosten über die verbleibende Nutzungsdauer der installierten Anlagen hinweg ausschlaggebend waren. Zu diesen Infrastrukturprojekten gehörten die Modernisierung von Kühlern, Kühlanlagen und USV-Systemen (unterbrechungsfreie Stromversorgung).

Arno van Gennip, Chief Engineer, Data Centre Infrastructure Services bei Colt, erklärt: „Viele Einsparungen konnten wir mit sehr einfachen Mitteln erzielen, die sich schon innerhalb von zwölf bis achtzehn Monaten bezahlt machten. Angesichts des Laufzeitprofils und der Art der Rechenzentrumslandschaft in Europa können solche Reduzierungen durchaus branchenweit umgesetzt werden. Trotz der Annahme vieler Branchenvertreter braucht ein Mehr an Energieeffizienz keine hohen Investitionen. Ein Großteil der Einsparungen ist laut unserer Erfahrung bereits mit Initiativen in der Rechenanlage selbst und mit minimalem Kapitaleinsatz umsetzbar. Dazu gehören Maßnahmen wie verbesserte Lüftungsanlagen, präzisere Messsysteme und höhere Toleranzen bei Kühltemperatur und Luftfeuchtigkeit.“

Van Gennip merkt allerdings auch an, dass für Unternehmen mit älteren Rechenzentren Investitionen in die Infrastruktur häufig den Gewinn mindern können. In diesen Fällen erscheint es betriebswirtschaftlich sinnvoller, über ein neues Rechenzentrum nachzudenken, insbesondere wenn sich ein solches Projekt zusammen mit ohnehin fälligen Konsolidierungsprojekten für die IT-Infrastruktur verbinden lässt. Als wesentliche Faktoren sind hierbei zu berücksichtigen: die Effizienz des Betriebs und die Flexibilität in Bezug auf Stromversorgungs- und Kühlkosten sowie der Platzbedarf, um für den gesamten Lebenszyklus des Rechenzentrums maximale Effizienz zu gewährleisten.

White Paper: Die folgenden 12 Simple Steps to Improve Power Usage Efficiency (12 einfache Schritte zur Verbesserung der Stromverbrauchswerte) wurden von Colt auf Basis der Erfahrungen aus dem Energieeffizienzprogramm zusammengestellt.

* Das Energieeffizienzprogramm von Colt ist ein laufendes Projekt und die Einsparungen beziehen sich lediglich auf einen Teil des Rechenzentrumsportfolios von Colt

Referenzen

1) Basierend auf der durchschnittlichen CO2-Dichte (Treibhausgasemissionsfaktor) und der Energiekosten aller Rechenzentren von Colt in den letzten 3 Jahren

2) Erklärung des gemeinsamen Forschungszentrums der EU im November 2012
http://ec.europa.eu/dgs/jrc/index.cfm?id=1410&dt_code=NWS&obj_id=15680&ori=RSS

3) Daten der Eurostat für Haushalte in Deutschland und deren Stromverbrauch, 2011
[Hinweis: Entsprechender Wert für 1.000 Tonnen Öl = 11,63 GWh]
http://appsso.eurostat.ec.europa.eu/nui/show.do?dataset=lfst_hhnhtych&lang=en
http://epp.eurostat.ec.europa.eu/tgm/table.do?tab=table&init=1&plugin=1&language=en&pcode=tsdpc310

4) Daten des Einwohnermeldeamtes München über die Anzahl der Privathaushalte, 2011
http://www.muenchen.de/rathaus/Stadtinfos/Statistik/Bev-lkerung/Haushalte.html

5) Basierend auf dem Branchendurchschnitt hinsichtlich Energiekosten

6) Basierend auf dem Branchendurchschnitt von 0,4 Tonnen CO2-Aequivalente pro MWh

Über Colt

Colt stellt als Information Delivery Platform die Anlieferung, Verarbeitung, Speicherung und Verteilung geschäftskritischer Daten für seine Kunden sicher. Colt ist ein führender Anbieter integrierter Computing- und Netzwerk-Services für große und mittelständische Unternehmen sowie für Wholesale-Kunden. Das Unternehmen ist Betreiber eines 22 Länder und 43.000 km umfassenden Netzes, zu dem Metropolitan Area Networks von 39 bedeutenden europäischen Städten mit direkten Glasfaserverbindungen zu 19.000 Gebäuden und 20 Carrier-neutrale Rechenzentren von Colt gehören.

2010 wurden die Colt Data Center Services eingeführt, um innovative, hochwertige Rechenzentrumslösungen an einem Colt- oder firmeneigenen Standort anzubieten. Unsere innovativen Rechenzentren können schnell bereitgestellt werden, sind flexibel und besonders effizient.

Zusätzlich zum Direktvertrieb verfügt Colt über vier indirekte Vermarktungskanäle: Vertriebspartner, Franchise, Distribution und Großhandel (einschließlich Carrier, Service Provider, VAR und Voice Reseller).

Colt ist an der London Stock Exchange notiert (COLT).

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