Tipps gegen Telefonbetrug


Eigentlich ist so ein Ja-Wort eine schöne Sache. Hunderttausende Deutsche geben es sich jedes Jahr in Standesämtern, Kirchen und Kapellen. So ein Ja-Wort kann aber auch teuer werden. Nein, die Rede ist ausnahmsweise nicht von Scheidungskriegen und Unterhaltszahlungen, sondern von einer neuen Telefonbetrugsmasche. Die Anrufer versuchen dabei, Personen am Telefon dazu zu bringen, „Ja“ zu sagen. Das Ja-Wort wird dann mit anderen Aufnahmen des Anrufers zusammengeschnitten. Dadurch entsteht der Eindruck, der Angerufene habe eine teure Bestellung aufgegeben. Kurz darauf flattert eine Rechnung in den Briefkasten der Betroffenen. Wer nicht zahlt, wird durch Post von einem Inkassobüro eingeschüchtert. Betroffen sind Privatpersonen, aber auch Unternehmen.

Die Masche ist ein Beispiel von vielen für Voice Fraud. Das ist der englische Fachbegriff für Telefonbetrug. Experten schätzen die jährlichen Verluste durch Voice Fraud auf etwa 43 Milliarden Euro. Die gute Nachricht: Man kann sich schützen und das ist oft einfacher, als man denkt. Hier einige Tipps:

  • Im Idealfall können möglichst wenig Nutzer physisch auf die Telefonanlage zugreifen. Dass nur vertrauenswürdige Angestellte Codes und Passwörter anlegen und ändern dürfen, sollte eine Selbstverständlichkeit sein. Alle Angestellten sollten nur die Zugriffsrechte erhalten, die sie für die Durchführung einer Aufgabe benötigen. Wenn ein Mitarbeiter das Unternehmen verlässt, sollten sie ihm sofort alle Zugriffsrechte entziehen.
  • Überprüfen Sie die Protokolle ihrer Telefonanlage regelmäßig. Achten Sie auf unbekannte Rufnummern oder ein erhöhtes Anrufvolumen. Verdächtig sind auch ungewöhnlich lange oder sehr viele kurze Anrufe. Weitere Indizien für Voice Fraud: ein hohes Anrufvolumen an Wochenenden, nachts oder an Feiertagen.
  • Alle Informationen über die Telefonanlage sollten vertraulich behandelt werden. Unterlagen wie Telefonverzeichnisse, Anrufprotokolle oder Prüfberichte sollten vernichtet werden, sobald das Unternehmen sie nicht mehr benötigt. Das erhöht nicht nur die Sicherheit der Telefonanlage, sondern schützt auch das Fernmeldegeheimnis.
  • Sollen aus Ihrem Unternehmen bestimmte Service- oder Premiumnummern sowie Nummern im Ausland nicht angerufen werden, empfiehlt es sich, diese zu sperren. Man unterscheidet dabei zwischen Negativ- und Positivlisten. Negativlisten sperren nur die Rufnummern auf der Liste, alle anderen Nummern können erreicht werden. Positivlisten schalten einzelne Rufnummern frei. Sämtliche Rufnummern, die nicht auf der Positivliste sind, sind für Anrufe gesperrt.
  • Achten Sie auf weitere Alarmsignale: Es ist merkwürdig, wenn sie Probleme beim Abrufen von Voice-Mail-Nachrichten haben und dabei Besetztzeichen hören oder Verzögerungen bemerken. Seien Sie wachsam bei Anrufen in der Telefonzentrale, in denen Personen darum bitten, eine ausgehende Leitung zu erhalten.

Noch mehr Informationen zu Voice Fraud finden Interessierte auf den Seiten der Communications Fraud Control Association (CFCA). Die Organisation ist ein Zusammenschluss von mehreren Telekommunikationsunternehmen und bietet neben Informationsmaterialien zum Thema auch Schulungen auf der ganzen Welt an.

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