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Colt testet Multi-Core Fibre für die nächste Generation optischer Netzwerke

Große Cloud-Anbieter und Content Provider stellen sich auf stark steigenden Kapazitätsbedarf ein Colt treibt skalierbare Netzwerktechnologien für nachhaltiges Wachstum voran

Frankfurt, 27.01.2026, Colt Technology Services, globaler Anbieter für digitale Infrastruktur, hat Multi-Core Fibre in seinem Metro-Produktivnetz in London erfolgreich getestet. Der Pilotversuch markiert einen wichtigen Fortschritt im Bereich der optischen Übertragungstechnologien der nächsten Generation und macht Colt zu einem der ersten Anbieter weltweit, der diese Technologie testet und validiert.

Multi-Core Fibre ist eine spezielle Glasfasertechnologie, bei der Datenströme mehrerer Lichtsignale parallel innerhalb einer einzelnen Faser übertragen werden. Dadurch lässt sich die Bandbreite deutlich erhöhen, ohne zusätzliche Kabel verlegen zu müssen. Im Rahmen des Tests wurde die Leistungsfähigkeit und Skalierbarkeit von Multi-Core Fibre mit der herkömmlicher Single-Mode Fibre verglichen, die jeweils nur ein Lichtsignal überträgt. Für den Pilotversuch arbeitete Colt mit Partnern wie Sterlite Technologies Limited (STL), Ciena und Nokia zusammen.

Multi-Core Fibre wurde entwickelt, um dem starken Anstieg des Datenverkehrs durch KI-Anwendungen, Cloud Computing und Streaming gerecht zu werden. Die Technologie eignet sich insbesondere für Content Provider und die großen Cloud-Anbieter (Hyperscaler), die ihre Kapazitäten ausbauen und gleichzeitig die Kosten für den Netzausbau begrenzen möchten. Darüber hinaus unterstützt sie Unternehmen dabei, die Emissionen trotz steigendem KI- Datenverkehr zu begrenzen, indem bestehende Infrastrukturen effizienter genutzt und der Einsatz neuer, energieintensiver Technologien reduziert wird.

„Mit dem rasant steigenden Bedarf an Netzwerkkapazitäten benötigen Kunden mehr Bandbreite, ohne Kompromisse bei Sicherheit, Leistungsfähigkeit oder Nachhaltigkeit einzugehen. Colt entwickelt optische Netzwerke kontinuierlich weiter und dieser Test ist ein weiterer wichtiger Meilenstein. Er unterstreicht unseren hohen Einsatz dafür, zukunftsfähige und nachhaltige Netzwerke bereitzustellen, die wachsende Anforderungen erfüllen, ohne die Umwelt zusätzlich zu belasten“, sagt Buddy Bayer, Chief Operating Officer bei Colt Technology Services.

Rahul Puri, CEO Optical Networking Business bei STL, ergänzt: „Innovationen sind für STL entscheidend für die Gestaltung der Netzwerke von morgen. Unsere Forschungs- und Entwicklungsteams treiben gemeinsam mit unseren Kunden die Weiterentwicklung optischer Technologien voran, um Lösungen wie Multi-Core Fibre aus dem Labor in reale Netzumgebungen zu bringen. STL Multiverse Multi-Core Fibre ist das Ergebnis dieses intensiven Forschungs- und Entwicklungsaufwands und wurde entwickelt, um umfassende Bandbreitenkapazitäten zu erschließen, die Sicherheit zu erhöhen und zukunftsfähige Netzwerke bereitzustellen. Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit Colt die nächste Ära optischer Infrastrukturen zu gestalten, die weltweit KI-, Cloud- und digitale Anwendungen der nächsten Generation unterstützen werden.“

Multi-Core Fibre:

  • Spart physischen Platz in Kabeltrassen, da weniger zusätzliche Kabel benötigt werden
  • Senkt die Gesamtbetriebskosten durch weniger Kabel und reduzierte Wartungsaufwände
  • Verbessert die Nachhaltigkeit
  • Unterstützt künftige Netzwerkanforderungen für KI- und Quantencomputing
  • Vereinfacht digitale Infrastrukturen, da Kosten und Komplexität für Betrieb, Überwachung und Management mehrerer Kabel reduziert werden

Der Test wurde im Londoner Metronetz zwischen zwei Faser-Endpunkten von Colt durchgeführt und umfasste Strecken zwischen 9 und 63 Kilometern. Dabei wurde eine Leitungsgeschwindigkeit von 800 Gbit/s unter Einsatz der Technologien von Ciena und Nokia erreicht. Die Validierung erfolgte für 100GE- und 400GE-Services. Umfassende Messungen und Analysen – darunter Chromatische Dispersion (CD), Polarisation Mode Dispersion (PMD), Übersprechen, Durchsatz, Fehlerraten, OTDR-, Dämpfungs- und Optical-Return-Loss-Messungen (ORL) – ergaben durchweg gute Ergebnisse.

STL zählt zu den ersten Unternehmen, die Multi-Core Fibre erfolgreich in realen Netzumgebungen eingesetzt haben – sowohl in U-Bahn-Tunneln als auch in Kabelkanälen – und bietet dafür ein vollständiges Ökosystem aus Fasern, Kabeln und Terminierungslösungen.

Hinweise für Redaktionen

Single-Mode Fibre ist die klassische Technologie, die heute in optischen Netzen, Unterseekabeln und Backbone-Infrastrukturen eingesetzt wird. Sie eignet sich besonders für die Übertragung über große Entfernungen und hohe Datenraten. Ein einzelnes Lichtsignal wird durch den Fasermantel geführt und damit im Faserkern gehalten. Dadurch werden die Reichweite erhöht und Signalverluste minimiert. Multi-Core Fibre verfügen hingegen über mehrere Kerne innerhalb eines gemeinsamen Fasermantels. Dadurch können mehrere Lichtsignale parallel übertragen werden, was die Bandbreite pro aktiver Faser erheblich erhöht.

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