Cloud Computing, Hosting, Virtualisierung, BYOD – auch noch verwirrt?


Der Mittelstand in Europa  liegt verglichen mit  amerikanischen Unternehmen in Sachen Cloud Computing deutlich zurück. Das bestätigen nicht nur viele Studien, das zeigen auch unsere täglichen Erfahrungen. Aber warum ist das so? Bietet die Cloud doch eine Reihe von klaren Vorteilen. Wie so oft bei Neuem gibt es eine allgemeine Skepsis aber auch die Angst, die Cloud wäre eine Art regelfreier Online-Raum, in dem Diebe nur darauf warten, ungeschützte Daten zu stehlen. Viele Ängste entstehen jedoch aus Unsicherheit. Und die Anbieter – den Vorwurf müssen wir uns alle gefallen lassen – schüren diese teilweise durch ein verwirrendes Vokabular.

Dem möchten wir mit einem kleinen Glossar zum Cloud Computing ein wenig entgegenwirken. Wenn Sie etwas vermissen oder wir uns an der einen oder anderen Stelle noch klarer ausdrücken können, lassen Sie es uns wissen. Dies ist ein „living document“, also ein Text, der ständig aktualisiert werden kann und soll.

Cloud Computing

Eine besondere Form der Bereitstellung von Rechenleistung, IT-Infrastruktur, Speicher und/oder Anwendungen. Anstatt auf lokalen Servern oder persönlichen Geräten werden beim Cloud Computing die Ressourcen über das Internet zur Verfügung gestellt und von verschiedenen Anwendern gemeinsam (aber entsprechend voneinander abgeschirmt) genutzt. Das Prinzip ist ähnlich einer Bank, über die die Geldströme aller Kunden abgewickelt werden, aber jeder sein eigenes, geschütztes Konto besitzt. Mittelständische Unternehmen erhalten mit Cloud Computing zum Beispiel Zugang zu mehr Rechenleistung sowie zu einer flexiblen, leistungsstarken und aktuellen IT-Infrastruktur, die nur minimales oder gar kein direktes Management und keine Investitionen in eigene Hardware und Software erfordert.

Hosting / Gehostete Dienste

Dies bezieht sich auf Services und Infrastruktur, die nicht am eigenen Standort, sondern in einem sicheren Rechenzentrum gehostet, also bereitgestellt werden. Oftmals ist dies zum Beispiel bei Webservern der Fall. So müssen Unternehmen keine eigenen physischen Server unterhalten, warten und pflegen, sondern können virtuelle Server einsetzen, die in einem Rechenzentrum für sie bereitstehen. Die Wartung und Pflege der Systeme übernimmt dann der Hosting-Anbieter.

On-Demand

On demand bedeutet nichts anderes als „nach Bedarf“ oder „auf Abruf“. So können sich etwa Cloud-Dienste auch kurzfristig veränderten Bedürfnissen flexibel anpassen. Werden zum Beispiel für ein Projekt weitere virtuelle Server benötigt, können diese ganz einfach – meist innerhalb weniger Stunden – zusätzlich bereitgestellt werden. Nach Abschluss des Projekts werden Sie dann entsprechend einfach wieder abbestellt. All das kann automatisch erfolgen, ohne dass jemand vor Ort eine Installation vornehmen muss. Der Vorteil: Unternehmen können Lastspitzen bewältigen, ohne dauerhaft „überflüssige“ IT vorhalten zu müssen.

Software as a Service (SaaS)

Hier werden komplette Anwendungen vom Anbieter bereitgestellt. Um sie zu nutzen, benötigen die Anwender lediglich einen Internetzugang. Möglich sind spezielle Anwendungen wie Vertriebssteuerung bis hin zu kompletten Arbeitsplatzumgebungen. Die Software muss nicht auf den Computern installiert und gepflegt werden. Vielfach erspart dies auch den Kauf weiterer Hardware oder Speicherkapazitäten, die nötig wären, um die Anwendung auf dem eigenen Rechner zu betreiben.

Virtual Desktop

Beim virtuellen Desktop wird die gewohnte, eigene Benutzeroberfläche des PC virtualisiert, also überall verfügbar gemacht. Hierbei wird der Desktop auf einem Server an einem entfernten Standort ausgeführt anstatt lokal auf dem Computer. Damit kann ein Mitarbeiter seinen gewohnten Desktop überall aufrufen, egal, ob er am eigenen Computer im Büro angemeldet ist, sich auf einem Rechner in einer ausländischen Niederlassung einloggt, auf Reisen mit dem iPad arbeitet oder seinen privaten Laptop zuhause nutzt. Die Anforderungen an die Hardware des Gerätes, mit dem der virtuelle Desktop genutzt wird, sind sehr gering. Der virtuelle Desktop nutzt die Rechenleistung und Speicher des Rechenzentrums.

Konsumerisierung der IT

Die private IT der Mitarbeiter ist heute häufig moderner, als die ihres Arbeitgebers. Durch die zunehmende Benutzerfreundlichkeit der Geräte beschäftigen sich zudem immer mehr Menschen privat mit IT. Unternehmen sehen sich daher vermehrt dem Druck ausgesetzt, ihren Mitarbeitern auch am Arbeitsplatz die Nutzung ihrer privaten IT und mobilen Geräte für berufliche Zwecke zu ermöglichen. Dieser Trend wird häufig unter dem Begriff „Bring Your Own Device“ (zu deutsch „Bring dein eigenes Gerät mit“)  oder dem Kürzel „BYOD“, diskutiert. Bei BYOD ermöglicht das Unternehmen den Mitarbeitern die komplette Unternehmens-IT auf ihren privaten Geräten zu nutzen. Im Gegenzug stellen manche Unternehmen selbst keine Endgeräte mehr zur Verfügung und vergüten Ihren Mitarbeitern die Nutzung der eigenen Geräte.

Gibt es weitere Begriffe aus dem Cloud Computing, die Sie hier vermissen? Dann freuen wir uns auf Ihre Vorschläge!

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