Das Technologiedefizit – Europa erkennt ein neues Problem


Colt cloud e starup

Ein Problem ist dann real, wenn es Unternehmen aller Größen in verschiedenen Ländern betrifft und von allen eine ähnliche Reaktion fordert. Die neue digitale Wirtschaft hat ein „Technologiedefizit“ aufgedeckt, das diese Kategorien allesamt erfüllt.

Das belegt die von Colt Technology Services beauftragte Studie „Tech Deficit“. 81 Prozent der in Deutschland befragten Unternehmen gaben an, dass die ihnen zur Verfügung stehende IT-Infrastruktur nicht geeignet sei, um künftige geschäftliche Anforderungen zu erfüllen. Im europäischen Vergleich erkennen die Unternehmen in Deutschland das größte Technologiedefizit, der europäische Durchschnittswert lag bei 72 Prozent.

Diese Ergebnisse lassen bei IT-Entscheidern alle Alarmglocken läuten. Aber das Gute ist: Alle Probleme beinhalten gleichzeitig auch neue Chancen – so auch das Technologiedefizit. Die Studie identifiziert verschiedene Wege, diese Herausforderung gezielt anzugehen. Zudem machen die Ergebnisse darauf aufmerksam, dass eine Veränderung der Arbeitsweise für Unternehmen aller Größen in ganz Europa langfristig Vorteile bringen kann.

Das Technologiedefizit bezeichnet die Diskrepanz zwischen den geschäftlichen Anforderungen eines Unternehmens und dem, was die eigene IT-Infrastruktur leisten kann. Von der vorhandenen Infrastruktur wird immer mehr verlangt. Das wäre in Ordnung, solange es auch neue Investitionen geben würde und es generell ein innovatives Denken bezüglich der technologischen Entwicklung gäbe. Allerdings ist das derzeit nicht der Fall. Die Unternehmen mühen sich ab, um mit den zusätzlichen Anforderungen Schritt halten zu können, und das mittels der verfügbaren Infrastruktur und bei gleichbleibenden Budgets. Mit wachsender Nachfrage auf Kundenseite wächst auch diese Diskrepanz. Was nun gebraucht wird, ist eine bedachte, handlungsorientierte Reaktion, ansonsten werden Unternehmen in ganz Europa bald die Konsequenzen des Technologiedefizits tragen müssen.

Zentrale Ergebnisse:

  • 81 % der deutschen Unternehmen haben ein Technologiedefizit (Europäischer Vergleich 72%)
  • Nur 23% der Unternehmen in Deutschland glauben, dass ihre aktuelle Infrastruktur fit ist für die Zukunft (Europa 26%)
  • Das größte Technologiedefizit liegt in der Netzwerkleistung (Dtl. 46%), Europa 40%); der Infrastrukturleistung (Dtl. 26%; Europa 28%); sowie der Flexibilität von mobilen Einsatzorten und Endgeräten (Dtl. 21%, Europa 27%)

Die Ergebnisse haben weitreichende Auswirkungen für den Mittelstand und betreffen sowohl IT- als auch Netzwerk-, Voice- und Rechenzentrumsservices. Unabhängig davon, ob Sie ihre IT-Leistungen direkt vom Anbieter oder indirekt über Partnerunternehmen beziehen, um ernsthafte Konsequenzen zu vermeiden, muss jetzt gehandelt werden. Denn je länger diese Probleme nicht aktiv angegangen werden, desto größer werden sie. Wir leben in einer neuen digitalen Wirtschaftswelt. Einerseits bringt das spannende Möglichkeiten mit sich. Andererseits fordert diese Entwicklung auch schnelle Entscheidungen und Veränderungen, wenn es darum geht, sich Herausforderungen zu stellen. Mehr als acht von zehn Unternehmen haben erkannt, dass sie ihre derzeitige Technologieinfrastruktur innerhalb der kommenden zwei Jahre weiterentwickeln müssen, um ihre geschäftlichen Anforderungen in Zukunft erfüllen zu können.

Worauf deutet all das hin? Also, es geht um ein strategisches Umdenken in Bezug auf unseren Umgang mit Technologie. Wie wir über sie denken, wie wir sie kaufen und wie wir mit ihr umgehen. Konkret sollte die Entwicklung weggehen vom Technologiebesitz und hin zu service-basierten Modellen, die von Kunden allerorten gefordert werden. Wie wird sich all das nun auswirken? Basierend auf den Untersuchungsergebnissen hat Colt in europäischen Unternehmen die folgenden wesentlichen Trends identifiziert:

1. Service-basierte Angebote sorgen dafür, dass Unternehmen umdenken – weg vom Kauf eigener Technologie und Infrastruktur hin zur Nutzung Service-basierter Modelle.

2. Flexibilität wird bei Geschäftsmodellen und Verträgen immer wichtiger. Unternehmen werden sich für Anbieter entscheiden, die es ihnen ermöglichen, mit Veränderungen flexibel umzugehen.

3. Die Vereinfachung von Prozessen wird die IT-Abteilung stärken: Dienste in die Cloud auslagern, Lieferanten konsolidieren und strategische Partner identifizieren.

Sobald mittelständische Unternehmen die Auswirkungen des Technologiedefizits zu spüren bekommen, wird es voraussichtlich einen Zuwachs an Aktivitäten rund um diese Trends geben. Unternehmen werden nach strategischen Partnern Ausschau halten, die ihnen Lösungen bieten können. Zum einen sollten diese Lösungen die täglichen Arbeitsprozesse vereinfachen. Zum anderen sollten die Service-Partner die Unternehmen mit Services und Lösungen versorgen, die sie brauchen, um das Technologiedefizit so anzugehen, dass sich daraus ein Wettbewerbsvorteil ergibt. Das ist die Chance, die im Technologiedefizit liegt. Diejenigen, die das Defizit als erste angehen, können Probleme beseitigen und sich ohne Einschränkungen auf die digitale Wirtschaftswelt einlassen. Aber nur, wenn sie jetzt handeln – denn von alleine wird sich dieses Defizit nicht verkleinern.

Case Study
Logismata

Logismata

Logismata unterstützt fast alle Banken in der Schweiz. AAA und Colt unterstützen Logismata. Colt IP Access verbindet die Schweizer Zentrale mit Argentinien. Seit der Umstellung auf Voice over IP profitiert Logismata außerdem von Voice Services.

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