Was sich mit IPv6 ändert


Über IPv6 wird viel gesprochen, dennoch handelt es sich um ein Phänomen, das nur wenige wirklich verstehen. Im Juni 2012 wies die Internet Society mit ihrer Veranstaltung “World IPv6 Launch” darauf hin, dass die Knappheit von IPv4-Adressen für einige Akteure in der Technologiebranche ein ernstzunehmendes Problem darstellt.

Worum handelt es sich dabei genau?

IPv6 ist das Standard-Internet-Protokoll (IP) der nächsten Generation, das das derzeitige Internet-Protokoll IPv4 ergänzen und eines Tages gänzlich ersetzen wird.

Inwiefern unterscheidet es sich vom bisherigen Protokoll IPv4?

Im Prinzip handelt es sich um dasselbe Protokoll. Es sind jedoch deutlich mehr Adressen verfügbar.  Die größte technische Veränderung zwischen v4 und v6 ist das Fehlen von Network Address Translation (NAT) und eines privaten Adressbereichs in v6. Demnach verfügen alle Hosts in v6 ausnahmslos über eine öffentliche Adresse.

Was bedeutet das für Kunden, die derzeit IPv4 nutzen?

Die bestehende v4-Adresse kann weiterhin verwendet werden. Sie wird ihre Gültigkeit noch einige Jahre behalten.  Die beiden Protokolle werden dann auf den jeweiligen Geräten in den meisten Fällen nebeneinander ausgeführt. Nachdem die v4-Adressen ausgeschöpft sind, können neue Adressen nur noch von privaten Stellen wie Service-Anbietern oder großen Unternehmen erworben werden, die noch über ungenutzte Adressen verfügen.

Sie sollten beachten, dass die IPv6-Konnektivität von Ihrem ISP nur ein kleiner Teil der Umstellung ist, denn IPv6 muss auch in Ihrem LAN und auf allen Geräten, die darauf zugreifen, vorhanden sein.

Da die Adressen bereits knapp werden, wird es bald Unternehmen geben, die nur IPv6 nutzen.  Wenn Sie jetzt nicht über einen Wechsel zu v6 nachdenken, können Sie unter Umständen bald nicht mehr mit diesen Kunden kommunizieren.

Was könnte passieren, wenn wir IPv6 nicht implementieren?

Einige Nutzer erhalten unter Umständen keinen Zugriff mehr auf das Internet. In jedem Fall wird es aber für diese Unternehmen sehr schwierig sein, in der heutigen digitalisierten Welt zu wachsen und sich weiterzuentwickeln, wenn sie keine neuen Adressenblocks mehr erhalten und neue Nutzer nicht mehr auf das Internet zugreifen können.

Wenn keine Umstellung auf v6 erfolgt, könnte ein neuer und teurer Markt für IP-Adressen entstehen.  Wenn alle IPv4-Adressen vergeben sind, ändert sich an der Funktionalität nichts; Ein neuer Adressbereich wird jedoch nur dann frei, wenn er von einem anderen Nutzer nicht mehr benötigt wird.  Dies führt unter Umständen dazu, dass sich der digitale Handel mit Internetadressen zu einem lukrativen Nischengeschäft entwickelt, was Unternehmen vor eine große Herausforderung stellen kann.

Ich habe einen IPVPN/IP-Zugriff – wann und vor allem wie schnell sollte ich auf IPv6 umstellen?

Sie sollten sich bereits jetzt über eine mögliche Umstellung Gedanken machen. Diese muss jedoch nicht bis zu einem bestimmten Datum erfolgen.  Die Übergangsphase wird recht lang sein – länger, als manche vermuten.  Sie sollten aber Folgendes bedenken: Je früher Sie mit der Umstellung beginnen, desto einfacher wird es später.

Welche Vorteile ergeben sich durch die Migration zu IPv6? Handelt es sich dabei um eine obligatorische Migration, ähnlich der Umstellung von analoger zu digitaler TV-Übertragung?

Es handelt sich um eine obligatorische Veränderung. Auf lange Sicht wird v6 im Vergleich zu IPv4 aber besser abschneiden und einige weitere positive Nebeneffekte wie IPSec-Integration und eine wesentlich unkompliziertere Any-to-Any-Konnektivität bieten.

Die größeren Anbieter von Inhalten wie Google, Yahoo und Facebook haben den Umstellungsprozess bereits begonnen, und manche stellen ihre Inhalte schon jetzt über IPv6 bereit.

Sie wünschen weitere Informationen? 

Nicolas Fischbach, Director Network Strategy & Architecture bei Colt, hat für CIOs einige hilfreiche Empfehlungen zum Thema IPv6 zusammengestellt.

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