Berlinale entwickelt Infrastruktur kontinuierlich weiter

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Die Neuerungen an der IT-Infrastruktur der Berlinale sind auf den ersten Blick nicht so umfangreich wie im vergangenen Jahr, als erstmals unser Rechenzentrum zur Speicherung der digitalen Filmdaten zum Einsatz kam und alle dauerhaften Spielstätten an unser Glasfasernetz angebunden wurden. Die Veränderungen sind aber die logischen nächsten Schritte in der Weiterentwicklung der Infrastruktur, ausgerichtet an den Bedürfnissen der Berlinale selbst und denen ihrer Kunden, sowohl der Filmschaffenden als auch der Festivalbesucher. Die Berlinale verfolgt diese technologische Roadmap gemeinsam mit uns konsequent und ist damit ein Vorbild für viele andere Organisationen.

Die zwei wesentlichsten Veränderungen möchte ich kurz vorstellen: Zum einen haben wir den Netzknoten, von dem aus die digitalen Filmdaten an die Kinos verteilt werden, aus dem Filmbüro der Berlinale in unser Berliner Rechenzentrum verlegt. Speicherung und Übertragung der Filmdaten erfolgen damit aus der sicheren und hochverfügbaren Umgebung des Colt-Rechenzentrums. Das erhöht die Stabilität und Sicherheit der Infrastruktur und schafft im Filmbüro Platz.

Zum anderen haben wir im Rechenzentrum eine 10-Gigabit-Internet-Anbindung eingerichtet, über die die Berlinale Filme per Datentransfer direkt auf dem Storage-System in allen verfügbaren Formaten abspeichern kann. Das Festival reagiert damit auf Anfragen nach einem solchen Service vor allem von Studios aus den USA. Die Filmschaffenden gewinnen dadurch zwei Tage Zeit für die Fertigstellung ihrer Beiträge, die ansonsten für den Versand der Daten nach Berlin einzuplanen wären. Dieser Service macht die Berlinale und den in ihrem Rahmen stattfindenden European Film Market noch attraktiver.

Neu ist in diesem Jahr außerdem, dass ein Teil der Colt-Lan-Links früher bereitsteht als in den vergangenen Jahren, denn sie kommen bereits bei der Vorauswahl der Filme zum Einsatz und werden auch für die Pressevorführungen ab Anfang Januar genutzt. Für das Technik-Team der Berlinale hat das den Vorteil, dass die Infrastruktur früher und effektiver für die zehn Festivaltage im Februar getestet werden kann. Für unser Colt-Team bedeutet es, dass uns die Berlinale damit fast rund ums Jahr als Projekt begleitet. Wir tun das gern, denn es macht uns großen Spaß, gemeinsam mit der Berlinale ein Vorreiter beim digitalen Kino unter den weltweiten Filmfestivals zu sein.

Young Japanese man striding through pedestrian zebra crossing on a relaxing city break in urban Tokyo.

Make Do

15 January 2015

 

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