Föderationen fördern


Die Bundesrepublik Deutschland ist ein gutes Vorbild für die Zukunft von Rechenzentren; zumindest, wenn es um die Organisationsstruktur geht. Deutschland besteht bekanntlich aus mehreren Ländern. In Bayern trägt man Lederhosen, in Hessen trinkt man Äppelwoi und in Thüringen isst man Rostbratwurst. Die Länder sind zwar eigenständig, sie arbeiten aber auch zusammen an einem gemeinsamen Ziel. So ähnlich funktioniert auch ein Verbund von Rechenzentren (Datacenter Federation, DCF). Jeder für sich, aber alle gemeinsam.

Die effiziente Verknüpfung von Rechenzentren (Datacenter Interconnect, DCI) wird in Zukunft immer wichtiger, denn nicht nur Inhaltsanbieter wie Netflix, Facebook oder YouTube benötigen Bandbreite und Rechenleistung, sondern auch das Internet der Dinge (IoT). Laut Gartner werden 2020 mehr als 75 Milliarden Dinge mit dem Internet vernetzt sein. Damit das IoT ein Erfolg wird, müssen die Daten im Netzwerk frei und sicher übertragen werden können. Um zum Beispiel Daten von Autosensoren an ein Rechenzentrum oder zwischen Rechenzentren und Storage-Plattformen zu übertragen, müssen ständig höchste Bandbreiten verfügbar sein.

Bei der Bereitstellung dedizierter Bandbreite auf Kundenanforderung sind Content-Anbieter jedoch – wie andere Dienstleister und Netzbetreiber auch – nach wie vor mit Herausforderungen konfrontiert: lange Vorlaufzeiten bei der Bestellung von Netzkapazitäten, statische Bandbreiten und Probleme bei hohem gleichzeitigem Zugriffsaufkommen. Das heißt, alle Anbieter müssen in Zukunft ihre Produkteinführungszeit verkürzen. Dabei sollten sie ein ausgewogenes Verhältnis finden zwischen den steigenden Ansprüchen des IoT sowie Nutzern und Unternehmen, die enorme Mengen an leistungsstarker Bandbreite benötigen.

Datacenter Federation & Datacenter Interconnect
Mit DCF sind Verbraucher in der Lage, in den kommenden Jahren inhaltsbasiert zu arbeiten, spielen und lernen. DCF-Konzepte ermöglichen auch einen sicheren Zugang zu Inhalten, Daten und Services. Technische Fortschritte bereiten den Weg für Übertragungsraten von 100 Gbit/s und höher. Das verbessert die Leistung von DCI drastisch.

Unternehmen, die sich für DCI und DCF interessieren, sollten folgende Dinge wissen:

  • Optische Netzwerke: Leistungsfähige optische Netzwerke bieten eine sehr geringe Latenz. Dies ist unabdingbar zur Realisation von Echtzeitanwendungen mit angemessener Reaktionsfähigkeit und hochwertigen Videoübertragungen. Optische Netzwerke stellen eine nachhaltige Grundlage für eine hochflexible und anpassungsfähige Vernetzung dar, die die schnelle Bereitstellung von Inhalten nicht nur heute, sondern auch in den kommenden Jahren garantiert.
  • Bandbreite: Höchste Bandbreiten und Kapazitäten unterstützen die Bereitstellung von Inhalten. Ohne die Implementierung leistungsfähiger Netzwerke können bei der Übertragung von Inhalten über Cloud-Services Latenzen auftreten. Das führt zu unterbrochenen Übertragungen und zu frustrierten Nutzern.
  • Storage-Anforderungen: Durch Video- und Datenstreams von Smartphones, Smartwatches, autonomen Fahrzeugen und zahllosen anderen Sensoren wächst der Speicherbedarf exponentiell und ist häufig nicht vorhersehbar. Deshalb muss sich der Fokus vom lokalen Speicher hin zu zentralisierter und verteilter Storage-Kapazität verschieben. Bei der Speicherung von Cloud-Inhalten in einem Cloud-Service kann DCF Latenzen senken und Kapazitäten steigern.
  • Federation: Um wachsenden Bandbreiten- und Leistungsanforderungen zu begegnen, müssen Campus-Rechenzentren zu „Federations“ (Verbünden) zusammengeführt werden. Dabei werden mehrere Rechenzentren über schnelle Glasfaserleitungen an dasselbe hochleistungsfähige WAN angeschlossen und fungieren als ein einziges virtualisiertes Rechenzentrum. Ein derartiger Rechenzentrums-Verbund gewährleistet einen sicheren Zugang zu Inhalten und Services mit hoher Verfügbarkeit. Weil DCF höchste Performance mit einer Verfügbarkeit von 99,9999 Prozent sicherstellt, ermöglichen Federations die Vermittlung einer konsistenteren und hochwertigen Servicequalität. Grundlage der Performance-Zusicherung ist die Virtualisierung von Daten und Storage in einem Hochleistungs-WAN.

Fazit: Inhaltsanbieter profitieren massiv von der Kombination schneller und leistungsfähiger Glasfasernetze mit den Automations- und Virtualisierungsfunktionen von Software-Defined Networking (SDN) und Network Functions Virtualization (NFV) sowie Multi Domain Service Orchestration (MDSO). Technologien wie SDN schaffen Voraussetzungen für Machine-to-Machine-Automation. Sie bereiten auch den Weg für eine fortgeschrittene Netzwerkorchestrierung und Neuerungen wie Peering, mit denen Internetdomains zusammen und Inhalte näher zu den Verbrauchern gebracht werden. Die Automation von Cross-Connect-Services ermöglicht, Abläufe beim Patchen von Netzwerken nicht mehr manuell durchführen zu müssen. Hierdurch verringert sich die für das Verschalten von Netzwerken erforderliche Zeit von Monaten auf wenige Minuten. Momentan begibt sich ein Techniker zur Schaltanlage, ermittelt den richtigen Port, stellt die physische Anschlussverbindung her und zieht nicht mehr benötigte Patchkabel ab. Dabei darf er nicht die Übersicht verlieren. Bei modernen Anschlussräumen mit ihren riesigen Kabelbäumen ist das eine komplizierte Aufgabe. Durch die Implementierung von DCF können Inhaltsanbieter menschliche Fehler und Ineffizienz ausschließen. Unternehmen, die dabei Glasfaser einsetzen, optimieren ihre Performance und generieren aus Umsätzen eine höhere Rendite.

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