Blick hinter die Kulissen


Wer bei Amazon nach „Hinter den Kulissen“ sucht, findet über 5.000 Produkte; zum Beispiel die Bücher „James Bond vs. Spectre: Ein Blick hinter die Kulissen“, „Headhunter: Blick hinter die Kulissen einer verschwiegenen Branche“ oder „Einmal gärtnern wie in Sissinghurst: Ein Blick hinter die Kulissen der berühmten englischen Gartenlegende“. Die Bücher informieren und unterhalten. Wenn es um den Internet-Zugang in Unternehmen geht, ist der Blick hinter die Kulissen nicht nur faszinierend, sondern auch ein wichtiger Erfolgsfaktor – vor allem, wenn zeitkritische Anwendungen wie Voice-over-IP zum Einsatz kommen oder große Datenmengen online bereitgestellt werden.


In acht Artikeln erklären wir, warum der Internet-Zugang für Unternehmen kein Allerweltsprodukt ist und wie Sie sicherstellen, dass Ihr Anbieter Ihre derzeitigen und künftigen Anforderungen optimal erfüllt. Am Ende des Artikels finden Sie Links auf alle Beiträge zum Thema. In diesem Text dreht sich alles um die Frage: Wie wichtig sind die Backbone- und Peering-Möglichkeiten des Internet-Anbieters?


Ähnlich wie die Art des lokalen Zugangs beeinflusst die IP-Backbone-Struktur unmittelbar, wie schnell Nutzer über das Internet auf Ihre Inhalte zugreifen können. Wichtig sind dabei der Backbone und das Peering. Bevor wir näher auf die zwei Fachbegriffe eingehen, ein kurzer Exkurs zum Verständnis: Es gibt nicht das Internet. Das Internet besteht aus vielen einzelnen Netzwerken. Backbones sind die Hauptleitungen der einzelnen Netzwerke. Durch die Hauptleitungen fließen sehr viele Daten gleichzeitig, deshalb sollten sie aus Glasfaserkabeln bestehen. Warum, erklären wir gleich. Damit Daten nicht nur innerhalb eines Netzwerks fließen, sondern auch von New York nach Buxtehude, sind die einzelnen Netzwerke miteinander verbunden. Die Netzwerkanbieter haben sich darauf geeinigt, den Datenaustausch, das sogenannte Peering, an zentralen Punkten zu regeln, den Internetknoten. Das Wort Internet ist deshalb die Abkürzung für Interconnected Networks.

Backbone: maximale Nutzung beachten
Im Artikel Ringverkehr in der Glasfaser haben wir unterschiedliche Zugangsarten erläutert und Kollisionen angesprochen. Bei erstklassigen Service Providern gibt es keine Kollisionen. Das heißt, der lokale Zugang für Ihr Unternehmen wird auch nur von Ihnen verwendet. Sobald der Verkehr zum IP-Backbone gelangt, sind Kollisionen jedoch unumgänglich, denn mehrere Kunden verwenden dieselben Backbone-Verbindungen. Wenn der gemeinsame Datenverkehr das IP-Backbone-Bandbreitenlimit erreicht, werden Datenpakete nicht durchgestellt und die Leistung verschlechtert sich. Ihr Anbieter kann dies verhindern, indem er die verfügbare Bandbreite erhöht. Das hat seinen Preis. Da Überlastungen beziehungsweise sehr hohe Nutzungen anfangs durchaus selten und kurz sind, versuchen manche extrem kostenbewussten Anbieter einen Ausbau des Netzwerks so lange wie möglich zu vermeiden.

Wenn Sie bestmögliche Leistung benötigen, blicken Sie hinter die Kulissen Ihres Internet-Zugangs. Fragen Sie Ihren Anbieter nach seiner Backbone-Politik. Welche maximale Nutzung akzeptiert er? Wann rüstet er auf? Erstklassige Anbieter investieren in die Infrastruktur bei etwa siebzig Prozent der Maximalnutzung. Wie viele Daten bei einer Maximalnutzung gleichzeitig durch den Backbone fließen, hängt von der Art des Backbones ab. Professionelle Anbieter verwenden Glasfaserkabel, da diese beim heutigen Stand der Technik die höchsten Übertragungsraten bieten. Pro Wellenlänge und Faser sind mit den heute gängigen Techniken Bandbreiten von 1 GBit/s bis zu 40 Gbit/s möglich. Damit lassen sich die aktuellen Bedarfe von Unternehmen sowohl für den Download als auch für den Upload von Daten – letzterer besonders wichtig für die Nutzung von Cloud-Diensten – besten decken. Das ist auch der Grund, warum die Glasfaser für den Anschluss der letzten Meile die zukunftssichere Technologie ist.

Peerings: richtige Verbindung berücksichtigen
Die meisten über das Internet weitergegebenen Daten bleiben – wie in unserem Exkurs bereits erklärt – nicht innerhalb eines einzigen ISP-Netzwerks. Selbst, wenn Ihr Provider einen nicht kollisionsbehafteten Zugang hat und keine hohe Nutzung im Backbone akzeptiert, kann die Geschwindigkeit schlecht sein. Das ist der Fall, wenn für die Verbindung mit anderen Teilen des Internets nicht ausreichend Bandbreite zugeteilt wurde. Diese Verbindungen nennt man Peerings. Ähnlich dem Backbone ist diese Peering-Möglichkeit sehr kostspielig und die Anbieter gehen mit den nötigen Investitionen unterschiedlich um. Falls Ihr Unternehmen Online-Inhalte hauptsächlich für eine bestimmte Kundengruppe anbietet, ist nicht nur die Nutzung, sondern auch die Struktur der Peerings wichtig. Wenn Sie etwa auf Ihrer Seite Videos anbieten, sollten Sie darauf achten, dass Ihr Anbieter Daten direkt mit den großen, lokal ansässigen Providern austauscht. Erstklassige Anbieter haben ihr Netz außerdem mit allen relevanten Internetknoten in Deutschland verbunden und mit allen großen ISPs weltweit Peering-Verträge. Erkundigen Sie sich deshalb immer nach der Peering-Politik Ihres Anbieters. Professionelle Anbieter geben Ihnen detailliert Auskunft über die Bandbreite und Struktur ihrer Peering-Punkte.


Mehr über das Thema Internetzugänge für Unternehmen erfahren Sie in unserem kostenlosen Einkaufsleitfaden „Der richtige Internet-Zugang für Ihr Unternehmen“, den Sie sich als PDF herunterladen können, sowie in folgenden Artikeln:

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